Pläne für den Juni 2015

By | Anstehende Vorstellungen | No Comments

„Peter Grimes“ in Ulm

„Lohengrin“ in Pforzheim

„Turn of the Screw“ in Wiesbaden

„Medée“ in Mainz

„Pique Dame“ in Strasbourg

„Catone in Utica“ in Versailles

„Julietta“ in Frankfurt

„Le nozze di Figaro“ in Mannheim

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In eigener Sache

By | In eigener Sache | No Comments

Verehrter Leser, verehrte Leserin,

ich begrüße Sie herzlich auf dem Blog „Opernschnipsel“.

Schon seit Kindestagen an bin ich gerne ins Theater gegangen, ohne dabei die typische Opernkarriere von „Hänsel und Gretel“ und „Zauberflöte“ über „La Boheme“ bis hin zum „Tristan“ durchlaufen zu haben. Meine ersten Opern waren „Carmen“ und „Tosca“. Sozialisiert für das Musiktheater wurde ich in Ulm, wo ich als Teenager Künstler wie Angela Denoke und Philippe Jordan erleben konnte – ganz ohne zu ahnen, welche Weltkarrieren da noch kommen würden.

Besonders Feuer und Flamme für die Oper fing ich durch zwei Wagneraufführungen – zum einen den „Lohengrin“ von Keith Warner in Bayreuth und zum anderen der Konwitschny-“Götterdämmerung“ im legendären Stuttgarter Ring. Wagner ist über all die Jahre im Zentrum meines Operninteresses geblieben, was mich aber nicht davon abgehalten hat, mich zunehmend für Barockopern zu begeistern und auf abseitigeren Pfade auf Raritätenjagd zu gehen. Denn wo, wenn nicht hier in Deutschland mit seinen zahlreichen Opernhäusern, hätte man dazu eine bessere Gelegenheit ?

Auf diese Opernreise möchte ich Sie ein wenig mitnehmen, sofern Sie wollen. Meine Berichte haben nicht den Anspruch, druckreif zu sein. Sie sind subjektiv und können manchmal auch nur bruchstückhafter Natur sein, daher der Name des Blogs. Die „Opernschnipsel“ richten sich an all diejenigen, die erfahren wollen, was sich jenseits der Berichterstattung im überregionalen Feuilleton auf europäischen Bühnen abspielt. Als Karlsruher liegt mein Schwerpunkt auf dem Südwesten unserer Republik – gleichwohl blicke ich, so oft und gut es eben geht, über den regionalen Tellerrand hinaus.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, mit mir und untereinander ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich über Ihre Kommentare und Kritik.

Ihr

Florian Kaspar

 

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Wesendonck-Lieder und Herzog Blaubarts Burg / Montpellier (10.5.2015)

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Einakter teilen häufig das Schicksal, mit einem anderen gekoppelt werden zu müssen. Die Bartok-Oper macht hier keine Ausnahme. In Montpellier entschloss man sich nun dazu, eine szenische Darbietung der Wesendonck-Lieder vorzuschieben. Dies funktioniert aber nur begrenzt, weil die szenische Umsetzung wenig Sinn ergab (Angela Denoke läuft über die Bühne auf und ab, mal liegt sie, mal wedelt sie mit den Armen) und es ihr an genuiner Dramatik mangelt. Das zahlreich erschienene Rentnerpublikum mit seinen vielfältigen HNO-Krankheiten machte eine musikalische Bewertung des Gezeigten doppelt schwer. Nach einer Pause, die länger als der erste Teil dauerte, dann Blaubarts Burg. Diese Inszenierung ist der beste Beleg dafür, wie viel man mit wenig offenkundigen Aufwand erreichen kann – die Bühne (Jean-Paul Scarpitta) ist bis auf die sieben Türen leer, nur brillante Lichtwechsel (Urs Schönebaum) sorgen für einen nie abreißenden Spannungsbogen. Die Charakterisierung durch den Regisseur (ebenfalls Jean-Paul Scarpitta) ist im besten Sinne traditionell, aber sehr intensiv. (Einen guten Einblick gibt der Teaser.) Am besten ist dies an Jukka Rasilainen zu beobachten, den ich als eher drögen Kurwenal und Telramund in Erinnerung hatte, hier aber einen eiskalten Blaubart zeigte. Es gibt sicher Sänger mit mehr Stimmfarben, aber angesichts dieser Gesamtleistung ist dies mehr als zu verschmerzen. Angela Denoke legte nach der Küsterin  in diesem Jahr bereits ihr zweites Rollendebüt vor und zeigte sich von ihrer guten, obgleich nicht allerbesten Seite. Irgendwo habe ich über Denoke gelesen, sie sei ein “fauler Sopran”, was sich auch hier bewies, wenn sie Höhe und Lautstärke kombinieren musste. Das hohe c bei der fünften Tür war da, aber eben auch nicht mehr. Die Mittellage flutet aber weich und wunderschön, wie ich es von ihr gewohnt bin.  Das Orchester spielte sehr imposant unter der Leitung von Pavel Baleff – so imposant, dass nach der Generalpause nach Öffnung der fünften Türe zweimal Szenenapplaus ausbrach. Dies mag einerseits völliger Ahnungslosigkeit geschuldet sein, vielleicht  auch mediterraner Begeisterung. Letztere war in jedem Falle angebracht.

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Die Meistersinger von Nürnberg / Mainz (26.4.2015)

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Foto: Martina Apprich

Foto: Martina Apprich

Diese Meistersinger haben Klasse ! Das liegt sicher auch an der Inszenierung von Ronny Jakubaschk, der sich dem Werk vor allem an Anfang sehr humorvoll nähert. Die Bühne und die Kostüme sind dabei eine kuriose Mischung aus Achtzigern und Sci-Fi. GMD Hermann Bäumer hält – was für ein solches Mammutwerk an einem doch nicht besonders großen Haus keine Kleinigkeit darstellt – den Laden gut zusammen, auch bei der heiklen Pügelfuge am Ende des zweiten Aktes. Viele Passagen werden fein, so anmutig musiziert, dass man vereinzelte Blechbläseraussetzer verzeihen kann, ja sogar muss. Die Chöre klingen auch nicht schlechter als an wagnererprobteren Musentempeln. Überhaut ist dieser Abend das beste Argument für das Ensembletheater. Vida Mikneviciute (Eva), Michael Pegher (David) Heikki Kilpeläinen (Beckmesser) geben vielversprechende Rollendebüts, selbst Hans-Otto Weiß (Pogner) fällt nicht negativ auf. Richtig klasse wie eigentlich immer Alexander Spemann als Walther (warum singt der nicht an viel mehr Häusern ?) und herausragend, mit nie versiegender Kraft, präziser Aussprache, verinnerlichtem Rollenverständnis Derrick Ballard als Hans Sachs. Wagnerherz, was willst du mehr ?

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Euryanthe / Frankfurt (25.4.2015)

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Ich liebe Euyranthe. Ja, ich weiß, welche Einwände jetzt gleich kommen. Saublödes Libretto. Schwache Dramaturgie. Ich weiß. Mir egal. Read More

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