Lohengrin / Bayreuth (10.8.2018)

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Mein lieber Schwan – 300 Euro. Eigentlich setze ich mir für Opernkarten ein Preislimit in der Höhe von ca. hundert Euro. Um den diesjährigen “Lohengrin” auf dem grünen Hügel hatte ich mich ursprünglich gar nicht erst bemüht, da mir klar war, dass Roberto Alagna nicht aufkreuzen würde und mir eine 08/15-Besetzung in der Titelpartie das Geld nicht wert sein würde. Nach dem fragwürdigen Baselitz-“Parsifal” in München war die Austattung von Neo Rauch und Rosa Loy ebenfalls kein Argument für den Besuch, genauso wenig wie die Wahl des ebenfalls eingesprungenen Regisseurs (Yuval Sharon), der in Karlsruhe die “Walküre” in monumentalen Bildern leerlaufen ließ. Und dennoch, all den Befürchtungen vorab zum Trotze – der Abend war für mich ein voller Erfolg. Read More

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Pique Dame (Premiere) / Salzburg (5.8.2018)

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Der Täter kommt immer zum Tatort zurück. Dass diese alte Binse nicht nur auf Kriminalromane, sondern auch auf Regisseure zutrifft, konnte gestern in Salzburg beobachtet werden. Hans Neuenfels zog es siebzehn Jahre nach seiner legendären “Fledermaus” nun erneut an die Salzach, wo er sich Tschaikowskis “Pique Dame” annahm. Gäbe es eine passendere Wahl für dieses Stück um Obsessionen aller Art als den Haudegen des Regietheaters ? Read More

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Beatrice Cenci / Bregenz (30.7.2018)

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Alle Jahre wieder liest man in der Zeitung über die Abgründe hinter der bürgerlichen Fassade – der ach so nette Nachbar entpuppt sich dann als perfider Manipulator, der seine Familie oft jahrzehntelang in jeglicher Hinsicht demütigte. Der Prototyp jenes Unmenschen à la Josef Fritzl war womöglich Francesco Cenci, dessen Vater seine Stellung in der päpstlichen Finanzverwaltung missbraucht hatte, ein riesiges Vermögen anzuhäufen.  Francesco selber konnte sich somit von so ziemlich jeglicher Straftat bequem freikaufen – bis seine eigene und von ihm gefangen gehaltene Familie ihn aus purer Verzweiflung ermorden ließ. Eine der Auftraggeber des Mordes war seine Tochter Beatrice, die erst unter Folter ihr Urheberschaft gestand; selbst der Hinweis auf die Vergewaltigung durch den eigenen Vater stimmte die Kirche nicht gnädig, konnte sie so doch einen erheblichen Teil des verlorenen Vermögens zurückgewinnen. Read More

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Orlando paladino / München (29.7.2018)

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“Dramma eroicomico” – wie übersetzt man das ? Drama, ist klar. Aber “eroicomico” ? Herokomisch ? Noch schwerer war es, die Handlung um einen liebesbetörten Kreuzritter in eine heutige Lesart zu übersetzen, die ein festspielverwöhntes und hitzegeplagtes Publikum goutieren würde. Read More

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Pläne für August 2018

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Sommer = Festspielzeit. Das heißt diesen August… Read More

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