Category Archives: Berichte

Un giorno di regno / Heidenheim (27.7.2017)

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Komische Verdi-Oper ? “Falstaff!” Und das war’s doch auch schon. Oder….? Nicht ganz, denn bei Verdis Zweitwerk, “Un giorno di regno” handelt es sich um eine durchaus vergnügliche Verwechslungs- und Intrigenkomödie am polnischen Hof. “Die fast völlig in Vergessenheit geratene Oper erfreut sich in jüngster Zeit wieder zunehmender Beliebtheit” werben die Heidenheimer Opernfestspiele auf ihrer Homepage. Das ist zwar sehr weit hergeholt – eine Anfrage bei Operabase in den letzten dreieinhalb Jahren verweist auf szenische Produktionen im bulgarischen Zagora, Martina Franca sowie Braunschweig. Das war’s auch schon. Lohnte sich die Ausgrabung ? Read More

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Der fliegende Holländer / Heidenheim (26.7.2017)

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“Und wenn der Regisseur nicht weiter weiß, dann spart er nicht an Trockeneis.” Selten konnte man den Wahrheitsgehalt dieser alten Theaterweisheit besser überprüfen als beim aktuellen “Holländer” der diesjährigen Opernfestspiele Heidenheim. Read More

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Das Wunder der Heliane / Freiburg (25.7.2017)

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“Aufgrund von Erkrankungen mussten beide Hauptrollen in Korngolds „Das Wunder der Heliane“ umbesetzt werden. Statt der Sopranistin Simone Schneider wird die Niederländerin Annemarie Kremer die Titelpartie singen. […] Die Tenorpartie „der Fremde“ wird vom Briten Ian Storey übernommen, der die Rolle eigens für Freiburg einstudiert hat.” So stand es auf der Homepage des  Theaters Freiburg und mit dementsprechend ambivalenten Gefühlen hatte ich mich auf die Reise gemacht…… Read More

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Maometto II / Bad Wildbad (23.7.2017)

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In den 1820ern strebte Griechenland nach der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, eine wahre Hellenismus-Hysterie erfasste Europa. In Neapel nahm sich Rossini des Themas an, indem er auf die Zerstörung der venezianischen Kolonie Negroponte durch die Türken 1476 zurückgreift. Die Handlung ist hier – im Gegensatz zu den beiden vorherigen Abenden – durchaus nachvollziehbar, auch wenn es immer wieder Leerlauf gibt. Was jedoch fasziniert, ist zum einen die moderne, da fast durchgängige Kompositionsstruktur in beiden Akten, die sich stark von den vielen eine-Shownummer-jagt-die-nächste-Opern Rossinis abweicht. Und zum anderen die musikalische Umsetzung. Read More

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Wagner-Gala / Ludwigsburg (22.7.2017)

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Life’s a bitch – das Leben ist kein Ponyhof, wie es Serienheld Stromberg in der gleichnamigen Serie einst so schön und etwas elegischer formulierte. Wer – wie ich – in freudiger Erwartung der höchstwahrscheinlich nächsten Bayreuther Brünnhilde zum Abschlusskonzert der diesjährigen Ludwigsburger Schlossfestspiele mit Auszügen aus “Siegfried” und “Götterdämmerung” angereist war, der musste emotional umdisponieren. Read More

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Eduardo e Cristina / Bad Wildbad (21.7.2017)

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Zwanzig Jahre musste man beim Schwarzwälder Rossini-Festival auf eine erneute Produktion von “Eduardo e Cristina” warten. Der Komponist selber hatte vor knapp 200 Jahren weit weniger Zeit zur Fertigstellung der Partitur – und lieferte folglich ein Pasticcio ab. Read More

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Un ballo in maschera / Mannheim (15.7.2017)

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Mein letzter Mannheimer “Maskenball” ist mehrere Jahre her. Damals – es war ebenfalls ein “festlicher Opernabend” – sangen Ramon Vargas, Franco Vassallo  und Marianne Cornetti, heuer Riccardo Massi und Sondra Radvanovsky. “Festlich” war das Ergebnis in jedem Fall, auch wenn es gute Gründe gibt, hier und da ein leises “aber” hinzuzufügen. Read More

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Aureliano in Palmira / Bad Wildbad (14.7.2017)

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“Das palmyrische Reich der Königin Zenobia wurde vom römischen Kaiser Aureliano erobert. Zenobia liebt den persischen Prinzen Arsace, der auch ihr Kampfgefährte ist. Aureliano ist fasziniert von ihr, nimmt Arsace fest und….” Ach, Wikipedia, jetzt seien wir doch mal ehrlich, Rossini-Opern hört man sich nicht wegen raffinierter Plots oder intellektueller  Libretti an. Nein, es ist die Gesangskunst, jenes sagenumwobene bel canto, das einen Rossini so einzigartig machen kann. Das setzt jedoch angesichts der angedeuteten Ermangelung raffinierter Plots oder intellektueller Libretti eine zumindest passable Regie und formidable Sänger voraus. Read More

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La clemenza di Tito / Karlsruhe (8.7.2017)

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Co-Produktionen sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können sie disziplinierende Wirkung auf besonders abgehobene Regisseure haben, andererseits werden sie den spezifischen Sehgewohnheiten vor Ort nur bedingt gerecht. In Karlsruhe konnte man in der letzten Saisonpremiere beides erleben. Read More

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La damoiselle élue+Jeanne d’Arc au bucher / Frankfurt (30.6.2017)

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890 Millionen Euro soll die Sanierung des Frankfurter Opern- und Schauspielhauses kosten. Wer an der Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens zweifelt, dem sei ein Besuch des aktuellen Projektes vor Ort erlebt: zwar habe ich die Oper Frankfurt selten so leer erlebt (glücklicherweise der Ausnahmezustand), allerdings stellt die Koppelung der knapp zwanzigminütigen Kantate “La damoiselle élue” von Claude Debussy mit dem  dramatischen Oratorium über die heilige Johanna von Orléans des Schweizers Arthur Honegger  einen weiteren Volltreffer der ambitionierten Intendanz Bernd Loebes dar. Read More

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