Category Archives: Berichte

Eugen Onegin / Zürich (30.9.2017)

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Kosky. Das ist doch der, der immer etwas überdreht, schrill in seinen Regiearbeiten ist, mit Affinität zum Showeffekt. Denkste. Read More

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Rinaldo / Frankfurt (29.9.2017)

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Das Frankfurter Besetzungsbüro hatte in den letzten Wochen viel zu tun, war krankheitsbedingt wohl keine Aufführung des “Trovatore” identisch besetzt wie die anderen. Dass Einspringer sich in der ziemlich traditionellen Inszenierung  leicht einfinden können, dürfte höhere darstellerische Reibungsverluste vermieden haben. In der überaus gelungenen Neuproduktion des “Rinaldo” im Bockenheimer Depot wäre eine Neubesetzung weitaus problematischer… Read More

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Das Wunder der Heliane / Gent (23.9.2017)

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Nach nicht einmal zwei Monaten hatte ich erneut die Möglichkeit, das komplexeste Werk Erich Wolfgang Korngolds unter die Lupe zu nehmen. Wie schlug sich die szenische Produktion in Gent im Vergleich zur rein konzertanten Wiedergabe in Freiburg ? Nun, gar nicht mal schlecht. Wenn, ja wenn… Read More

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Il trovatore / Frankfurt (10.9.2017)

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Schon vor den ersten Klängen aus dem Graben war klar, dass David Bösch diesen “Trovatore” inszeniert hatte, zieren doch wie so oft plakative kindliche Kreideskizzen (oder so in der Art) den Vorhang: hier sehen wir ein großes Herz mit den Namen der beiden Rivalen sowie deren Objekt der Begierde zeichnerisch miteinander verbunden. Da bräuchte es eigentlich gar keine Inhaltsangabe im Programmheft mehr. Read More

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Lohengrin / Prag (2.9.2017)

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Wiederaufnahmen klassischer Inszenierungen sind momentan en vogue. Der Heiner Müller-“Tristan” in Lyon oder die Salzburger Karajan-“Walküre” sind nur zwei prominente Beispiele. Blättert man nun durch die gängige Literatur zu den Bayreuther Festspielen, findet sich regelmäßig die Behauptung, von den beiden männlichen Wagnerenkeln sei Wieland das kreative, Wolfgang hingegen das organisatorische Talent gewesen. Fünfzig Jahre nach seiner Bayreuther Premiere gab es nun die selten Möglichkeit, eine Wolfgang Wagner-Inszenierung des “Lohengrin”  in der szenischen Leitung seiner Tochter und mittlerweile selber arrivierten Festspielleiterin Katharina erneut zu erleben und auf den künstlerischen Gehalt hin abzuklopfen. Read More

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Don Giovanni + Le nozze di Figaro / Prag (1./3.9.2017)

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Opern am Ort ihrer Uraufführung zu hören, ist immer ein besonderes Ereignis – bei Mozarts “Don Giovanni” im Prager Ständetheater erst recht. Read More

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Die Meistersinger von Nürnberg / Bayreuth (15.8.2017)

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“Wer Jude ist, bestimme ich” soll Hermann Göring gesagt haben. Und was dem ehemaligen Reichsjägermeister recht war, das kann Richard Wagner nur billig gewesen sein. Das mag sich jedenfalls Regisseur Barrie Kosky bei der Konzeption seiner interessanten, aber letztlich das Thema verfehlenden Neudeutung der “Meistersinger” gedacht haben.   Read More

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Carmen / Bregenz (1.8.2017)

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Es gab mal eine Zeit, da war die Kunstform Oper längst nicht mehr adeliger Repräsentationsmechanismus, besaß aber noch nicht den Ruf der abgehobenen Intellektualität. In jener Zeit des langen 19. Jahrhunderts musste Oper unterhalten – sie durfte auch intellektuell sein,  musste es aber nicht. Die Freilichtaufführungen in Bregenz folgen genau jenem Muster, indem sie gewisse zeitlose Sensationsbedürfnisse bedienen, auch wenn die Umsetzung derselbige sich freilich gewandelt hat. Logisch, denn wenn man zwanzig Aufführungen à 7000 Zuschauern bestreiten will, dann muss man dem auch Affen Zucker geben.

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Mosè in Egitto / Bregenz (31.7.2017)

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Vierzig Jahre lang zog Moses mit den Israeliten durch die Wüste. Das klingt erst mal lang, aber er hatte Gott auf seiner Seite – immerhin. Inklusive Pause  führt Regisseurin Lotte de Beer das Publikum drei Stunden im Bregenzer Festspielhaus durch ein Kaleidoskop inszenatorischer Peinlichkeiten – oder an der Nase herum. So genau weiß man das nicht. Read More

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Oberon / München (30.7.2017)

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Ein erster Blick in die Inhaltsangabe bestätigt die Befürchtung: Shakespeare ist in der letzten Oper Carl Maria von Webers lediglich Stichwortgeber. Ein zweiter, ausführlicher Blick lässt einen an den handwerklichen Basiskompetenzen des Librettisten, ja gar an dessen Verstand zweifeln. Ich hatte den “Oberon” schon einmal – lang, lang ist’s her – in Freiburg gesehen. Schon damals war ich von der Musik beeindruckt und hätte es damals fast so gemacht wie einige in München gestern: die Aufführung in der Pause, spätestens dann im Laufe des dritten Aktes ob des dann förmlich zerbröselnden Handlungsstranges zu verlassen. Read More

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