Category Archives: Berichte

Diana Damrau / Baden-Baden (2.6.2017)

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Noch schwerer als bei Lebensmitteln lässt sich der Wert einer künstlerischen Darbietung nach reiner Quantität bemessen. Eine qualitative Einordung des Arienabends von Diana Damrau im Festspielhaus fällt umso schwerer, da der ursprünglich angekündigte Bassbariton (und Ehemann) Nicolas Testé krankheitsbedingt absagen musste. Und so musste das kunstvoll austarierte Programm flugs umgestellt werden. Read More

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Cardillac / Pforzheim (27.5.2017)

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Es dürfte wenig Opern wie “Cardillac” geben, die derart zu Pforzheim passen. Und ehe Sie bereits die Koffer packen, um Pforzheim einen Besuch abzustatten: nein, das hat natürlich nichts mit dem Stadtbild zu tun. Aber gibt es eine geeignetere Stadt für die Handlung um einen besessenen Goldschmied namens Cardillac als die Schmuck- und Goldstadt Pforzheim, woher laut Homepage der Stadt auch heute “rund 80% des aus Deutschland exportierten Schmucks” stammen ? Read More

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Le nozze di Figaro / Wiesbaden (25.5.2017)

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Sternerestaurants servieren zwischen den Gängen gerne einmal ein Sorbet – weniger des Genusses, sondern der Neutralisierung des Geschmacks wegen, um somit die Aufnahmefähigkeit der Geschmacksnerven für den folgenden Gang zu sensibilisieren. Der gestrige “Wiesbadener Figaro” war dann doch mehr als nur ein Zwischengang im aktuellen “Ring”-Durchlauf (zwischen “Walküre” und “Siegfried”), aber Wagner’sche Bratensoße war dann doch immer noch zu hören bzw. schmecken. Read More

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Tannhäuser / München (21.5.2017)

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“Weißt du, was du sahst ?” fragt Gurnemanz den reinen Toren am Ende des ersten Aktes des “Parsifal”. Der hat keine Ahnung und wird weggeschickt. Auch noch nach zweieinhalb Autostunden Heimfahrt komme ich mir ein wenig vor wie Parsifal, fällt es mir doch schwer, das Gesehene in Worte zu fassen. Ich bin mir zwar nicht so ganz sicher, zu wissen, was ich gesehen habe, aber umso überzeugter, dass mir das Gezeigte sehr imponiert hat. Ob es mir gefallen hat ? Akt 1 und 3 durchaus, mit Akt 2 hadere ich noch. Doch der Reihe nach. Read More

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Le nozze di Figaro / Karlsruhe (19.5.2017)

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Mozart tut der Seele gut. Beim Karlsruher “Figaro” weiß man seit langem, was man an ihm hat (nämlich viel) und kann sich angesichts des sich stets drehenden Personalkarussels immer wieder neu auf das Geschehen einlassen. Irritierend war für mich allein die Tatsache, dass von den fünf Hauptpartien lediglich zwei (Graf, Cherubino) aus dem Ensemble besetzt wurden, wobei zwei der drei Gäste echte “Volltreffer” waren. Doch der Reihe nach… Read More

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Elektra / Mannheim (13.5.2017)

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Auf dem Besetzungsaushang fanden sich selten so viele Sternchen und so wenige “Stars” wie gestern Abend bei der Wiederaufnahme der “Elektra” in der Inszenierung von Ruth Berghaus. Womöglich funkelte der Himmel über dem Nationaltheater womöglich auch deshalb so hell wie selten…. Read More

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Semiramide / Nancy (7.5.2017)

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Wagners Opern hätten, laut Rossini, wunderbare Momente und schrecklich zähe Viertelstunden. Insofern steckte in der gestrigen “Semiramide” überraschend viel Wagner….. Read More

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Adriana Lecouvreur / Karlsruhe (6.5.2017)

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Auch wenn der vierte Akt dieser Inszenierung (Katharina Thoma) mehr an eine “Traviata” erinnert und ich dann und wann etwas weniger Plausibilität in der Vermittlung der Handlung gewünscht hätte, ist diese Produktion –  insbesondere nach dem Ausscheiden der langlebigen und effektvollen “Tosca” von John Dew –  womöglich das aktuelle Aushängeschild des Hauses. Sie ist optisch ungemein ansprechend und ist somit auch für Gäste der hochpreisigen Operngalas vermittelbar.  Read More

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Der Diktator+Schwergewicht+Das geheime Königreich / Frankfurt (5.5.2017)

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Respekt! Mögen in München die großen Namen der Opernwelt ein- und ausgehen, so wird es kaum ein Opernhaus geben, in dem abseitige Werke musikalisch und auch szenisch derart überzeugend umgesetzt werden wie in Frankfurt. Read More

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Genoveva / Mannheim (29.4.2017)

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Marschner, Weber, Lortzing, ja selbst Schubert: ich habe eine Schwäche für die romantischen Opern der Restauration und des Vormärz. Die Plots dieser Opern sind ja häufig banal bis blöde, aber irgendwie packen sie mich doch jedesmal. Daher hatte ich mich auch sehr auf die Mannheimer Premiere von “Genoveva”, Robert Schumanns einzige Oper, gefreut. Zu früh. Read More

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