Category Archives: Berichte

Götterdämmerung / Karlsruhe (10.12.2017)

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Auch bei zweiten Durchgang konnte mich die Umsetzung der “Götterdämmerung” von Tobias Kratzer überzeugen, phasenweise sogar fesseln. Hier ist die Inszenierung ganz klar der Star. Trotzdem war man gespannt auf die beiden Gäste…. Read More

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Francesa da Rimini / Strasbourg (8.12.2017)

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“Wären Tristan und Isolde italienischer Herkunft, hätten sie am Ende des zweiten Aktes sieben Kinder,” konstatierte der legendäre Dirigent Toscanini. Und fügte hinzu: “Aber sie sind Deutsche, also diskutieren sie noch.” Obgleich der Ursprung der Handlung in Dantes “Göttlicher Komödie” zu suchen ist, so trägt sie gleichwohl unübersehbar tristaneske Züge, zumal dieses Liebespaar mehr als einmal zitiert wird. Read More

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Serse / Versailles (19.11.2017)

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Kaum zu glauben, aber bei der Uraufführung 1738 war “Serse” tatsächlich ein Flop. Dabei – oder vielleicht: daher ? – hören wir gleich zu Beginn der konzertant dargebotenen Oper eine von Händels bezauberndsten Melodien, das “Ombra mai fu”. Und nein, der Misserfolg rührte wohl auch nicht daher, dass der persische König seine Wertschätzung eines Baumes (!) besingt und damit selbst für Barockopern ein Höchstmaß dramaturgischer Absurdität erreicht, sondern er wurzelt schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass der Komponist buffo-Elemente in eine opera seria einarbeitete und auf die konventionelle Form der da capo-Arie verzichtete. Read More

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La clemenza di Tito / Paris (18.11.2017)

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Selten war ich so beeindruckt von einem Opernabend. Und das, obwohl die musikalische Darbietung bestenfalls solide war. Das liegt zum einen am Ort selber – der Opéra Garnier. Ich bin nun in so einigen Opernhäusern gewesen, aber dieses strahlt besitzt auf derart bezwingende Weise eine gemischt aristokratisch-großbürgerliche Aura, dass man aus dem Staunen kaum heraus kommt. Und so habe ich die erste Stunde vor der Ouvertüre genutzt, auf den Spuren des Phantoms der Oper (Loge 5, Kronleuchter) und dessem Schöpfer, Gaston Leroux, zu weilen, so dass es mir dann auch ganz egal war, dass ausgerechnet Dan Ettinger am Pult stand. Read More

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La Bohème / Baden-Baden (12.11.2017)

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Eine “Bohème” in der “Vor-Vorweihnachtszeit” sollte eine sicher Bank für ein Opernhaus sein. Dennoch verkaufte sich diese Produktion schon vor der Premiere so mau, dass bereits zwei Wochen vorab zahlreiche Gäste ein kostenloses Upgrade erhielten. Das war es dann aber auch schon, was es über diese “Bohème” zu berichten gibt. Selten hat man dieses Werk derart disparat dargeboten bekommen. Read More

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Philippe Jaroussky: Händel / Baden-Baden (10.11.2017)

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Vor zwanzig Jahren galten sie vielerorts noch als Exoten, heutzutage sind sie selbst in Stadttheatern fester Produktionsbestandteil. Die Rede ist natürlich von jenem ominösen Stimmfach des Countertenors. Und bereits vor über fünfzehn Jahren war der Franzose Philippe Jaroussky neben dem weit herber timbrierten Max Emanuel Cencic Speerspitze der heutigen Generation, die nunmehr auch weit zahlreicher vertreten und noch diverser im Klang aufgestellt ist. Die bloße Tatsache, dass Jarousskys immer noch knabenhafter Klang zwar gereift, aber nicht gealtert ist, verblüfft einerseits – und begeistert andererseits. Read More

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Manon / Wiesbaden (9.11.2017)

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“Manon” ohne “Lescaut” im Titel – also Massenet statt Puccini. (Nebenbei: Wie viele Geschichten gibt es eigentlich, von denen sich mehr als eine Vertonung fest im Repertoirebetrieb behaupten konnte oder kann ?) Meine erste Begegnung mit der zehn Jahre älteren Oper war musikalisch so erfreulich wie szenisch fade. Read More

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Don Carlos / Paris (5.11.2017)

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Manchmal sind es Züge, die einem den sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung machen können. Als Verdi vor 150 die Uraufführung seines umfangreichsten Werkes in der Musikstadt Europas schlechthin in Angriff nahem, führten die Zugfahrpläne zu kurzfristigen Kürzungen – die Besucher wären sonst schlicht und ergreifend nicht mehr nach Hause gekommen. Heutzutage fährt man 150 Minuten von Karlsruhe nach Paris und kann somit tatsächlich im Rahmen eines Tagestrips das erleben, was vielen Parisern einst fast verwehrt blieb. Read More

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Leonore / Baden-Baden (3.11.2017)

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Erstfassungen üben immer einen besonderen Reiz aus, hört man doch meistens ungeglätteten Sturm und Drang statt milder Altersweisheit der Spätfassungen. Gewiss, oft wackelt es noch ein wenig im Getriebe, gar unfertig mögen sie erscheinen, so dass man ihnen lange Zeit den Vorzug gab – in Zeiten historisch informierter Aufführungspraxis sind die Erstfassungen jedoch spannender Schlüssel zum Verständnis beim Vordringen zum “Kern” des Werkes – das Theater an der Wien zeigt dieses Jahr gar parallel zum “Fidelio” dessen Frühfassung, die “Leonore”.  Read More

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Le nozze di Figaro / München (31.10.2017)

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So, das war sie also, die Neuinszenierung des “Figaro”. War sie wirklich nötig ? Eher nein. War sie dennoch sinnvoll ? Ja – aber aus anderen Gründen als erwartet. Read More

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