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Adriana Lecouvreur / Karlsruhe (6.5.2017)

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Auch wenn der vierte Akt dieser Inszenierung (Katharina Thoma) mehr an eine “Traviata” erinnert und ich dann und wann etwas weniger Plausibilität in der Vermittlung der Handlung gewünscht hätte, ist diese Produktion –  insbesondere nach dem Ausscheiden der langlebigen und effektvollen “Tosca” von John Dew –  womöglich das aktuelle Aushängeschild des Hauses. Sie ist optisch ungemein ansprechend und ist somit auch für Gäste der hochpreisigen Operngalas vermittelbar.  Read More

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Der Diktator+Schwergewicht+Das geheime Königreich / Frankfurt (5.5.2017)

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Respekt! Mögen in München die großen Namen der Opernwelt ein- und ausgehen, so wird es kaum ein Opernhaus geben, in dem abseitige Werke musikalisch und auch szenisch derart überzeugend umgesetzt werden wie in Frankfurt. Read More

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Genoveva / Mannheim (29.4.2017)

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Marschner, Weber, Lortzing, ja selbst Schubert: ich habe eine Schwäche für die romantischen Opern der Restauration und des Vormärz. Die Plots dieser Opern sind ja häufig banal bis blöde, aber irgendwie packen sie mich doch jedesmal. Daher hatte ich mich auch sehr auf die Mannheimer Premiere von “Genoveva”, Robert Schumanns einzige Oper, gefreut. Zu früh. Read More

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Tannhäuser / Darmstadt (22.4.2017)

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Drei Jahre lang war ich nicht mehr im Staatstheater Darmstadt gewesen, aber die Premiere des “Tannhäusers” hatte mich neugierig gemacht. Leider kann die neue Wagner-Produktion mit der letzten (“Tristan und Isolde”) nicht mithalten. Denn trotz vieler guten Stimmen und eines gelungenen Orchestersounds bremsen die Regie von Amir Reza Koohestani und Deniz Yilmaz in der Titelpartie den Abend vollkommen aus. Read More

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Pläne für Mai 2017

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Frankfurt: Drei Krenek-Einakter Read More

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Die Walküre + Siegfried / Berlin (14.+15.4.2017)

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Waldsterben. Vokuhila. NATO-Doppelbeschluss. Schweißbänder. Tschernobyl. Dauerwelle. Aids. Helmut Kohl. Auch bei längerem Nachdenken will mir keine Dekade einfallen, welche apokalyptische Weltanschauung und schlechten Geschmack derart konsequent auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen vermochte. Der legendäre (ja, warum eigentlich ?) Ring von Götz Friedrich ist aus historischer Sicht eine wahre Fundgrube, atmet er doch genau jene Mischung. Zum wirklich letzten Mal soll er jetzt gespielt worden sein – dementsprechend hoch waren die Preise angesetzt. Read More

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Die Frau ohne Schatten / Berlin (13.4.2017)

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Wer macht das Rennen ? BER oder Staatsoper ? In jedem Falle haben Bauprojekte die Neigung, weit mehr Geld zu kosten als ursprünglich veranschlagt, was die wahrhaft gesalzenen Preise – unter 60 Euro geht gar nix- erklären könnte. Man nimmt das Geld eben auch an der Spree von den Lebenden, so dass die Noch-Nicht-Geborenen nicht in alle Ewigkeit blechen müssen …. Read More

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The Consul / München (9.4.2017)

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“Your hopes will be filed” – Ihre Hoffnungen kommen zu den Akten. Verkündet eine Botschaftssekretärin einer verzweifelten Antragsstellerin auf Einreise in das sichere Land, da sie Ihrem Mann, einem politisch Verfolgten, nicht mit krankem Kind und Schwiegermutter  auf illegalem Weg folgen kann. Das Warten, das Beharren auf Formalitäten, diese Mischung aus beamtenrechtlicher Korrektheit und Empathielosigkeit angesichts einer sich vor den Augen aller Welt abspielenden Tyrannei – da muss man nicht in den Opernführer blicken,  um über derartige Geschehnisse in Kenntnis gesetzt zu werden. Read More

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Riccardo Primo / Ulm (8.4.2017)

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Er intrigierte sich mit Mutter und Bruder gegen den Herrn Papa an die Spitze eines Staates, dessen Landessprache er nicht sprach und hätte Zeitgenossen zufolge gar dessen Kapitale verkauft, um den ersehnten Krieg zu finanzieren. Auf der Rückkehr vom selbigen geriet er selbstverschuldet in Gefangenschaft und konnte nur gegen eine Zahlung in Höhe des doppelten Staatshaushaltes freigekauft werden. Trotzdem  trägt der englische König Richard I. den Beinamen “Löwenherz” – wäre “Spatzenhirn” da nicht passender ? Read More

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Tosca / Baden-Baden (7.4.2017)

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“Spiel nicht mit den Schmuddelkindern” – für die Berliner Philharmoniker und Simon Rattle hieß das Schmuddelkind ganz lange Puccini. Erst vor drei Jahren nahm man sich der “Manon Lescaut” an und traute sich nun an den Repertoire-Schinken schlechthin heran: die “Tosca”. Read More

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