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Opernostrakismos

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“Kindergarten”. Meinte jedenfalls Lukas, als wir das Thema Scherbengericht im Geschichtsunterricht letztes Schuljahr behandelten. “Wenn jeder irgendjemand aufschreibt, reichen ja vielleicht nur drei, vier Stimmen, und der muss dann für zehn Jahre weg.”

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Vasco da Gama / Berlin (4.10.2015)

By | Berichte | 2 Comments

So leid es mir tut: Die Meyerbeer-Renaissance ist schön und gut, aber weiß Gott nicht jedes Werk seiner Werke ist so genial wie die “Hugenotten”. Wie auch beim “Robert le diable” konnte ich mit der Musik hier eher wenig anfangen. Ich möchte nicht mal das Wagner’sche Diktum von der “Wirkung ohne Ursache” bemühen, denn die Musik machte auf mich nicht einmal viel Wirkung. Man ahnt beim Hören zwar “Aha, das ist jetzt wohl eine Arie”, aber die Musik hat vor allem in den ersten beiden Akten etwas Beiläufig-Unfertiges, dass man sich mehr Striche gewünscht hätte. Und das hat bestimmt nicht am Dirigat Enrique Mazzolas gelegen.  Read More

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Die Meistersinger von Nürnberg (Premiere) / Berlin (3./4.10.2015)

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“Vielleicht sing sie ja das Evchen ?”
Nein, Deborah Polaski, die im Rang des Schillertheaters bei der Meistersinger-Premiere gesichtet wurde, sang nicht das Evchen. (Das sang mit etwas kleinem, aber feinen Sopran Julia Kleitner.) Dabei war diese Überlegung keinesfalls abwegig, hatte man doch das who is who der echten Meistersinger aufbieten können: Siegfried Jerusalem (Balthasar Zorn), Reiner Goldberg (Ulrich Eislinger), Graham Clark (Junge, Junge, war der ein präsenter Kunz Vogelgesang !) und sogar den 91-jährigen Franz Mazura als urkomisch-grummeligen Hans Schwarz (sein ewig lang gehaltenes “Verstand man recht?” bei Beckmessers Preislied war köstlich). Read More

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Don Giovanni / Schwetzingen (27.9.2015)

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Bei bestem Kaiserwetter konnte man am Sonntag ein keineswegs preisgünstiges, aber dennoch lohnenswertes Gastspiel des Saarländischen Staatstheaters im kleinen Schwetzinger Schlosstheater erleben. Eine Bewertung der Produktion (Regie: Dagmar Schlingmann) fällt schwer, da die Inszenierung für das deutlich größere Haus ausgelegt  scheint und so manches auf der Bühne improvisiert wirkt. Dass das der Freude an der “Oper aller Opern” (E.T.A Hoffmann) keinen Abbruch tat, lag zum einen an der romantisch angehauchten Interpretation aus dem Orchestergraben. Eigentlich nicht so mein Ding, ich bevorzuge in der Regel zackige Mozartdirigate. Nicholas Milton und sein Orchester sind jedenfalls schon eine andere Hausnummer als die Heidelberger Philharmoniker, die ja auch regelmäßig vor Ort zu hören sind.

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Pläne für Oktober 2015

By | Anstehende Vorstellungen | No Comments

Die neue Spielzeit beginnt für mich ungewohnt frankophon…..

“Meistersinger von Nürnberg” und “L’africaine” in Berlin

“Turn of the screw” in Zürich

Jonas Kaufmann-Konzert in Frankfurt

“Le prophete” in Karlsruhe

“Penélopé” in Strasbourg

“The Greek Passion” in Essen

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Der Zwerg + Gianni Schicchi (Premiere) / Mainz (19.9.2015)

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Zeitgleich mit Kaiserslautern gab es in Mainz die Premiere eines meiner absoluten Lieblingsopern – Zemlinskys “Zwerg”; im Gegensatz zu Kaiserslautern (dort mit “Herzog Blaubarts Burg gekoppelt) allerdings in der etwas merkwürdigen Kombination mit “Gianni Schicchi”. Mir erschloss sich diese Paarung bis zum Ende nicht und die Wahl gleich zweier Regisseure trug nicht zum Eindruck bei, dass hier in einem dramaturgischen Bogen geplant wurde. Das soll aber keinesfalls heißen, dass der Abend verschenkt gewesen wäre. Ganz im Gegenteil.

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Le nozze di Figaro / Heidelberg (18.9.2015)

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Einen schmissigen Auftakt in die neue Spielzeit gab es am Theater Heidelberg – und einen erneutes Argument für gepflegte und gelebte Ensemblekultur.

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Pläne für den September 2015

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“Tristan und Isolde” in Dortmund

“Don Giovanni” – konzertant  mit dem Freiburger Barockorchester in Freiburg sowie in Schwetzingen (Gastspiel Saarbrücken)

“Le nozze die Figaro” in Heidelberg

“Gianni Schicchi”/”Der Zwerg” in Mainz

 

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Il Germanico / Innsbruck (16.8.2015)

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Ein Riss geht durch die Familie des germanischen Fürsten Segeste. Dieser hat sich fünf Jahre nach der gewonnenen Varusschlacht, die römische Übermacht und Dominanz allerdings antizipierend, mit dem römischen Feldherren Germanico verbündet. Die eine Tochter (Ersinda) ist dem römischen Soldaten Cecina zugetan, die andere (Rosmonda) mit dem einst siegreichen, nunmehr aber unterlegenen Armino (Hermann) verheiratet.

In den letzten Jahren wurde in zahlreichen Musikarchiven gebuddelt und teilweise Erstaunliches zu Tage gefördert. Kurioserweise hat einer der damals führenden Komponisten des Spätbarocks, Nicolo Porpora, immer noch wenig Bekanntheit. Der Dirigent und Intendant der Innsbrucker Alte-Musik-Festivalindendant Alessandro De Marchi hat mit “Il Germanico” vielleicht keinen Volltreffer gelandet – man denke an die Vinci-Renaissance – aber immerhin einen lohnenswerten Beitrag für die Barockwelt geleistet. Read More

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Tristan und Isolde / Bayreuth (13.8.2015)

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Seit geschlagenen fünf Minuten sitze ich vor dem leeren Textfeld und weiß nicht, wie ich beginnen soll. Deswegen ohne Umschweife: so sehr war ich selten enttäuscht von einer Aufführung. Und der Grund hierfür hat einen Namen – Evelyn Herlitzius. Ich möchte vorab sagen, dass ich Frau Herlitzius als Elektra und als Färberin ganz, ganz fantastisch fand und im Gegensatz zu manchem Wagner-Bekannten das Einspringen für Kampe für Westbroek durchaus nicht im Voraus negativ gewertet hatte. Vielleicht war das ja der Fehler…..?   Read More

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