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La Bohème / Baden-Baden (12.11.2017)

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Eine “Bohème” in der “Vor-Vorweihnachtszeit” sollte eine sicher Bank für ein Opernhaus sein. Dennoch verkaufte sich diese Produktion schon vor der Premiere so mau, dass bereits zwei Wochen vorab zahlreiche Gäste ein kostenloses Upgrade erhielten. Das war es dann aber auch schon, was es über diese “Bohème” zu berichten gibt. Selten hat man dieses Werk derart disparat dargeboten bekommen. Read More

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Philippe Jaroussky: Händel / Baden-Baden (10.11.2017)

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Vor zwanzig Jahren galten sie vielerorts noch als Exoten, heutzutage sind sie selbst in Stadttheatern fester Produktionsbestandteil. Die Rede ist natürlich von jenem ominösen Stimmfach des Countertenors. Und bereits vor über fünfzehn Jahren war der Franzose Philippe Jaroussky neben dem weit herber timbrierten Max Emanuel Cencic Speerspitze der heutigen Generation, die nunmehr auch weit zahlreicher vertreten und noch diverser im Klang aufgestellt ist. Die bloße Tatsache, dass Jarousskys immer noch knabenhafter Klang zwar gereift, aber nicht gealtert ist, verblüfft einerseits – und begeistert andererseits. Read More

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Manon / Wiesbaden (9.11.2017)

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“Manon” ohne “Lescaut” im Titel – also Massenet statt Puccini. (Nebenbei: Wie viele Geschichten gibt es eigentlich, von denen sich mehr als eine Vertonung fest im Repertoirebetrieb behaupten konnte oder kann ?) Meine erste Begegnung mit der zehn Jahre älteren Oper war musikalisch so erfreulich wie szenisch fade. Read More

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Don Carlos / Paris (5.11.2017)

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Manchmal sind es Züge, die einem den sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung machen können. Als Verdi vor 150 die Uraufführung seines umfangreichsten Werkes in der Musikstadt Europas schlechthin in Angriff nahem, führten die Zugfahrpläne zu kurzfristigen Kürzungen – die Besucher wären sonst schlicht und ergreifend nicht mehr nach Hause gekommen. Heutzutage fährt man 150 Minuten von Karlsruhe nach Paris und kann somit tatsächlich im Rahmen eines Tagestrips das erleben, was vielen Parisern einst fast verwehrt blieb. Read More

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Leonore / Baden-Baden (3.11.2017)

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Erstfassungen üben immer einen besonderen Reiz aus, hört man doch meistens ungeglätteten Sturm und Drang statt milder Altersweisheit der Spätfassungen. Gewiss, oft wackelt es noch ein wenig im Getriebe, gar unfertig mögen sie erscheinen, so dass man ihnen lange Zeit den Vorzug gab – in Zeiten historisch informierter Aufführungspraxis sind die Erstfassungen jedoch spannender Schlüssel zum Verständnis beim Vordringen zum “Kern” des Werkes – das Theater an der Wien zeigt dieses Jahr gar parallel zum “Fidelio” dessen Frühfassung, die “Leonore”.  Read More

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Le nozze di Figaro / München (31.10.2017)

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So, das war sie also, die Neuinszenierung des “Figaro”. War sie wirklich nötig ? Eher nein. War sie dennoch sinnvoll ? Ja – aber aus anderen Gründen als erwartet. Read More

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Pläne für November 2017

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Der November wird relativ “frankreichlastig” – musikalisch, thematisch und personell: “La Bohème” – wenn auch nur in Grenznähe zu Frankreich, am selbigen Ort (also Baden-Baden) auch eine konzertante “Leonore” und ein Recital mit Philippe Jaroussky. Read More

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Don Giovanni / Heidelberg (21.10.2017)

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“La commedia e finita” – so steht es auf dem Vorhang des Aktschluss. Nein, nicht von “I Pagliacci “, sondern am Endes des ersten Aktes von”Don Giovanni”. Wenn spätestens zu diesem Zeitpunkt irgendein Kurt Felix-Nachfolger, meinetwegen sogar Cherno “die Spaßbremse” Jobatey,  auf der Bühne erschienen wäre, über die noch kurz zuvor vom Titelhelden mit Gewehr gehetzte Kinder gerannt waren und nun gar ein Statist mit einem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium steht, und das Publikum darüber aufgeklärt hätte, dass es knapp hundert Minuten im Rahmen einer “Verstehen Sie Spaß”-Sendung kollektiv verarscht worden wäre, dann hätte man ja noch irgendwie Verständnis aufbringen können. So ist die einzige wie schmerzhafte Erkenntnis des Abends:  Regisseur Lorenzo Fioroni kann sogar Mozart kaputt machen. Und das muss man ja auch erst mal hinkriegen. Read More

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Götterdämmerung / Karlsruhe (15.10.2017)

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“Alles, was ist, endet” verkündet die Urweltweise Erda dem noch jungen Wotan bereits im Vorabend des “Ring des Nibelungen”. Dass dieser Ring nun sein Ende findet, das hat nach einem überfrachteten “Rheingold“, einer in erster Linie an ästhetischen Aspekten orientierten “Walküre” und einem passablen Rumpelkammer-“Siegfried” allerdings auch sein Gutes. Nicht auszudenken, wenn einem der bisherigen drei Regisseure die gesamte Tetralogie anvertraut worden wäre. Wie schlug sich also der shooting star der deutschen Opernregieszene, Tobias Kratzer, mit seiner Sicht auf die “Götterdämmerung” ? Wer seine Inszenierungen der “Meistersinger” und des “Propheten” an selbiger Stelle gesehen hat, für den dürfte die Antwort wenig überraschend ausfallen: ausnehmend gut. Und um Meilen besser als die drei vorherigen “Ring”-Teile zusammen, auch wenn manch vehement buhender Premierenbesucher dies dezidiert anders sehen wird. Read More

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Norma / Mannheim (14.10.2017)

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Nanu, spielt man anstatt der angekündigten “Norma”-Premiere etwa den “Lohengrin”, so himmelblau beleuchtet ist der Vorhang. Doch falscher Alarm, denn mit fast tänzerischem Duktus erklingt aus dem Graben die Ouvertüre des Bellini’schen Klassikers. Read More

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