Monthly Archives: October 2017

Götterdämmerung / Karlsruhe (15.10.2017)

By | Berichte | No Comments

“Alles, was ist, endet” verkündet die Urweltweise Erda dem noch jungen Wotan bereits im Vorabend des “Ring des Nibelungen”. Dass dieser Ring nun sein Ende findet, das hat nach einem überfrachteten “Rheingold“, einer in erster Linie an ästhetischen Aspekten orientierten “Walküre” und einem passablen Rumpelkammer-“Siegfried” allerdings auch sein Gutes. Nicht auszudenken, wenn einem der bisherigen drei Regisseure die gesamte Tetralogie anvertraut worden wäre. Wie schlug sich also der shooting star der deutschen Opernregieszene, Tobias Kratzer, mit seiner Sicht auf die “Götterdämmerung” ? Wer seine Inszenierungen der “Meistersinger” und des “Propheten” an selbiger Stelle gesehen hat, für den dürfte die Antwort wenig überraschend ausfallen: ausnehmend gut. Und um Meilen besser als die drei vorherigen “Ring”-Teile zusammen, auch wenn manch vehement buhender Premierenbesucher dies dezidiert anders sehen wird. Read More

Share Button

Norma / Mannheim (14.10.2017)

By | Berichte | No Comments

Nanu, spielt man anstatt der angekündigten “Norma”-Premiere etwa den “Lohengrin”, so himmelblau beleuchtet ist der Vorhang. Doch falscher Alarm, denn mit fast tänzerischem Duktus erklingt aus dem Graben die Ouvertüre des Bellini’schen Klassikers. Read More

Share Button

Peter Grimes / Frankfurt (8.10.2017)

By | Berichte | 4 Comments

Wenn sich in zwei Wochen der Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung treffen wird, werden 94 Abgeordnete anwesend sein, welche die vom Haus- und Hofphilosophen jener Partei konstatierte “thymotische Unterversorgung” des Staatsvolkes zu regulieren gedenken. Was das praktisch bedeuten kann, wenn jene Mischung aus Zorn und Empörung sich Bahn bricht, das kann man bestens bei Benjamin Brittens Meisterwerk “Peter Grimes” beobachten. Leider jedoch nicht an der Oper Frankfurt, denn der örtliche “Peter Grimes” fällt in der Regie von Keith Warner leider ins Wasser und ersäuft elendig. Und das eben nicht erst am Ende, sondern bereits vor der Pause.   Read More

Share Button

Eugen Onegin / Zürich (30.9.2017)

By | Berichte | 2 Comments

Kosky. Das ist doch der, der immer etwas überdreht, schrill in seinen Regiearbeiten ist, mit Affinität zum Showeffekt. Denkste. Read More

Share Button