Monthly Archives: May 2016

Werther / Ulm (28.5.2016)

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Schade – da hat man zwei wirklich hervorragende Sänger an der Angel und den “Mut”, ein für Ulmer Verhältnisse vergleichsweise unbekanntes Werk wie den “Werther” zu spielen und dann….. ja, dann kam der Sache eine Regisseurin und in gewisser Hinsicht auch ein Kapellmeister in die Quere. Read More

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Die Meistersinger von Nürnberg / München (26.5.2016)

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Das Vorspiel der “Meistersinger” begann mit einer handfesten Überraschung – statt des erwarteten “Sommernachtstraum” vernahm man in den ersten Minuten tatsächlich das vielzitierte “Stahlgewitter in C-Dur”. Read More

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Vec Makropulos / München (24.5.2016)

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So leer habe ich die Bayerische Staatsoper noch nie erlebt. Gut, die meisten Intendanten würden sich über die Auslastung immer noch freuen, aber die Kombination Janacek/Wiederaufnahme/Werktag/weder Kaufmann noch Petrenko war bestimmt nicht verkaufsfördernd. Vorsichtig ausgedrückt. Read More

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Svata Ludmila / Manchester (21.5.2016)

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Zum Ende der diesjährigen Saison hatte das Hallé Orchester aus Manchester einen mehrwöchigen Dvorak-Zyklus angesetzt. “Aus der neuen Welt” oder das Cello-Konzert sind längst zu Klassikern im Konzertbetrieb geworden – das Oratorium über die tschechische Nationalheilige nimmt hingegen immer noch eine Randstellung ein. Schön, dass Mark Elder dieses mehr patriotisch als christlich anmutende Werk ganz am Ende des Zyklus als eine Art Höhepunkt brachte. Ich hatte Dvorak (Sinfonie 7 und 8) schon einmal unter Elders Leitung gehört und war mit dementsprechend gehobenen Erwartungen nach Manchester gereist. Enttäuscht wurde ich nicht – allein das in überschaubarer Menge erschienene Publikum war etwas betrüblich.

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Pläne für Juni 2016

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Highlights des nächsten Monats sind für mich die Münchner “Tosca” (mit Harteros und Terfel) und die “Carmen”-Premiere. Endlich mal wieder eine Frankfurter Produktion, die regietechnisch mehr als solides Handwerk verspricht. Als weitere Premiere steht die Heidelberger “Bohème” an. Hinzukommen “La Voix humaine” (in der Klavierfassung) und “I Capuleti e i Montecchi” in Karlsruhe sowie “La Forza del Destino” in Wiesbaden.

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Das Liebesverbot / Strasbourg (17.5.2016)

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Irre, wer hätte gedacht, dass Richard Wagner so viel Humor und soviel Esprit besitzt ? Weltschmerz, Welterklärungsversuche, die ganz großen Gefühle, die ganz großen Brocken, logisch. Drunter hat es der Sachse nicht gemacht, jedenfalls nicht in seinem Bayreuther Kanon – gäbe es da nicht seine “Jugendsünden”, so in etwa das Pendant zu Verdis “Galeerenjahren”. Read More

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Boris Godunow / Wiesbaden (16.5.2016)

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Nein, das mit “Boris” und mir, das wird in diesem Leben nichts mehr. Keine Ahnung, woran es letztlich liegt. An den vielen Charakteren, die anscheinend wahllos im Lauf des Abends ausgespuckt und dann wieder vergessen werden, kaum Fallhöhe entwickeln oder einfach nur unglaubwürdig, unmotiviert und flach erscheinen – und das will bei einer Oper ja was heißen! Auch im dritten Anlauf habe ich trotz Vorbereitung keinen wirklichen Zugang zu diesem Werk erhalten und lasse es ab jetzt besser auch.

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A Streetcar named Desire / Koblenz (14.5.2016)

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Das Theater Koblenz hatte ich lange Zeit nicht auf meinem Schirm. Warum, das kann ich auch nicht sagen – ich wusste nur, dass es das Theater ist, das seine Spielplanvorschau lange vor allen anderen veröffentlicht. Als Tennessee Williams-Verehrer war für mich aber der Besuch der Vertonung durch André Previn eines dessen Klassiker, im Deutsche unter dem Titel “Endstation Sehnsucht” geläufig, fast schon Pflicht. Read More

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Les pêcheurs de perles / Nancy (6.5.2016)

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Sie sind selten geworden. Diese Abende, die man eigentlich ohne Einschränkungen auf Tonträger verewigen könnte, ohne dass ein Tonmeister zuvor herumpfuschen muss. Ein solcher Abend war gestern in Nancy zu erleben – ein wahre musikalische Perle wurde da an Tageslicht gefischt. Das fing schon im Orchestergraben an, wo Rani Calderon nicht der Versuchung erlag, den überschaubaren Exotismus der Partitur nicht aus dem Ruder laufen zu lassen und diese eigentlich umwerfende Musik ohne Umschweife ins Herz zu lenken. Ein Dirigat, das in jedem Takt das französische Idiom zelebrierte – genauso wie der Chor.

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Veremonda / Schwetzingen (4.5.2016)

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Wer verstehen will, wie die Oper ihre Anfänge nahm, der kann dies momentan noch in Schwetzingen (und später am ko-produzierenden Staatstheater Mainz) anhanf Franceso Cavallis “Veremonda” tun. Die frühbarocke, kleinteilige Musik entbehrt noch all der funkelnden, extrovertierten Shownummern im da capo-Stil, der den Spätbarock dann achtzig Jahre später auszeichnen wird. Read More

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