Monthly Archives: February 2016

Teseo / Karlsruhe (27.2.2016)

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“Das würde auch an der MET Furore machen” wirbt das Badische Staatstheater auf seiner Homepage für die Wiederaufnahme des “Teseo”. Ich fürchte fast, dass dem so ist, denn wer die MET bereits besucht hat, wird wissen, dass  dort sicher nicht das Epizentrum künstlerischer Kreativität und Innovation ist. Eher schon die Produktionsstätte des Bombastes und des ästhetischen Nichts. Read More

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Franco Fagioli / Karlsruhe (22.2.2016)

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Merkwürdigerweise kam mir beim Verlassen des Badischen Staatstheaters ein “Rosenkavalier”-Zitat in den Sinn, welches den gestrigen Abend bestens zusammenfasst: “Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein.” Read More

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La Juive / Mannheim (21.2.2016)

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Auch im regulären Repertoire, sechs Wochen nach der umjubelten Premiere, sind in Peter Konwitschnys Inszenierung zahlreiche Stärken und sehr wenige Schwächen zu erkennen. Das beinahe ins Operettenhafte abfallende Geschehen im ersten Teil des dritten Aktes mag zum Beispiel weiterhin etwas zu viel des Guten sein – aber hier ist mir beim erneuten Zusehen aufgefallen, welch’ tolle Funktion diese Handschuhe haben. Read More

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Oberto / Frankfurt (20.2.2016)

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Erstlingswerken haftet häufig der Ruf der Zweitklassigkeit an – nicht wenige Komponisten distanzierten sich später von ihren “Jugendsünden” (s. Richard Wagner). Musikwissenschaftler hören vor allem darauf, inwieweit ein solches Werk den Stil der zu diesem Zeitpunkt führenden Komponisten reflektiert und eventuell schon in die Zukunft weist. Diese Musikwissenschaftler und auch alle Opernliebhaber, den all dies herzlich egal ist, kamen beim gestrigen “Oberto” in Frankfurt voll auf ihre Kosten. Read More

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Arminio / Karlsruhe (13.2.2016)

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Wer war dieser Arminuis, der die römischen Truppen im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. vernichtend schlug und die ostrheinische Expansion zum Erliegen brachte ?  Im 16. Jahrhundert galt er als Projektionsfläche für deutsche Protestanten, die in ihrem Hermann einen Vorläufer Martin Luthers im Kampf gegen Rom sahen. Dreihundert Jahre später galt er wiederum als Einiger der deutschen Stämme, in den beiden deutschen Diktaturen wahlweise als Inbegriff arischer Führungskompetenz und Vertreter einer klassenlosen Gesellschaft. Read More

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Rinaldo / Karlsruhe (12.2.2016)

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Einen gelungeneren Auftakt zu den diesjährigen Händel-Festspielen hätte sich das Badische Staatstheater eigentlich nicht wünschen können. Im ausverkauften Haus gab man Auszüge aus “Rinaldo”, ergänzt durch so humorvolle wie angenehm knapp gehaltene Zwischenkommentare der Krimiautorin Donna Leon. Read More

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South Pole / München (11.2.2016)

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Waren Sie schon mal in Disneyworld ? Oder meinetwegen nur im Europapark Rust ? Dann kennen Sie bestimmt die ausgefeilten Taktiken der Betreiber, den in Schlangen stehenden Menschen das Warten bei den Achterbahnen zu versüßen oder zumindest zu verkürzen. So oder ähnlich kam man sich bei der letzten Vorstellung der Uraufführungsserie von “South Pole” an der Bayerischen Staatsoper vor. Bereits beim Eingang vernimmt man über die Lautsprecher eisige Windklänge, beim Programmheftestand kann man allen Ernstes Wärmebeutel käuflich erwerben und auf dem Weg zur Galerie kann der Stehplatzbesucher Zwischenstopp bei einem Basislager einlegen. Hat er dann die Galerie erst erklommen, ist der Höhepunkt des Abends bereits erreicht – geographisch und musikalisch gesprochen.

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Viva la mamma / Ulm (10.2.2016)

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“Jedes Theater ist ein Irrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!” lautet ein Sprichwort der Theaterleute. Nimmt man die aktuelle Ulmer Produktion von “Viva la mamma” für bare Münze, dann kann man sogar verstehen, dass die Ulmer Rathauspolitik eine Einstellung der Subventionen in Erwägung zieht. Im Stück wohlgemerkt, nicht im realen Leben! Read More

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Pläne für März 2016

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Der März beginnt mit selten gespielten Werken: “Perela” in Mainz, “Der Schmuck der Madonna” in Freiburg sowie Brittens “A Midsummer Night’s Dream” in Metz. Sofern die Zeit reicht auch die “Peter-Grimes”-Premiere in Saarbrücken.

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Dante / München (31.1.2016)

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“Dante als Oper? Nie gehört.” So oder ähnlich lässt sich die Reaktion vieler Opernbekannter zusammenfassen, als ich ihnen vom anstehenden Münchner Sonntagskonzert erzählt habe. Es spricht für die Qualität dieser ambitionierten Konzertreihe, dass trotz zeitgleich stattfindender “South Pole”-Premiere an der Staatsoper das Prinzregententheater beinahe ausverkauft war. Read More

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