Monthly Archives: November 2015

Der fliegende Holländer / Frankfurt (29.11.2015)

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Eigentlich.

Eigentlich wollte ich diese Zeilen erst morgen schreiben. Den Ärger über die “Holländer”-Premiere etwas verdauen und sine ira et studio meine Eindrücke über diese vollkommen belanglose Aufführung zu Paper zu bringen. Eigentlich. Aber was soll’s….

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Le prophète / Karlsruhe (28.11.2015)

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Aller guten Dinge sind drei. Es gibt Inszenierungen, die sich beim mehrmaligen Sehen “abnutzen”. Man weiß einfach, was kommt – vergleichbar in etwa mit mit dem Essen in seiner Stammtrattoria. So ist es auch bei dieser Inszenierung von Tobias Kratzer. Wenn man sich aber auf das zu Erwartende freuen kann, ist es fast noch ein wenig schöner. Read More

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Salome / Stuttgart (22.11.2015)

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Eine dekadente, übersexualisierte Gesellschaft. Religiöser Fanatismus. Sicherheitswahn. Kampf der Kulturen. Nein – wir befinden uns nicht in der aktuellen Bundesrepublik, sondern im ersten Jahrhundert im Nahen Osten.  Aber dass es Regisseur Kirill Serebrennikov gelingt, diese “Salome” ins Hier und heute zu transportieren ohne dass alle abgegriffenen Bühneneffekte des sogenannten “Regietheaters” bemüht werden müssen, das ist eine Meisterleistung. Diese Inszenierung hat sicherlich Anspruch darauf, auf die Shortlist der besten Opernaufführungen der Saison zu gelangen.

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Iwan Sussanin / Frankfurt (20.11.2015)

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“Man kann eine Oper nicht zeitgenössisch inszenieren, indem man statt einer Kutsche einen Porsche hinstellt.” Meint jedenfalls Altmeister Hans Neuenfels. Und betrachtet man die aktuelle Produktion des “Iwan Sussanin” in Frankfurt, vom anderen Altmeister Harry Kupfer in Szene gesetzt, hat Neuenfels recht. Read More

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Pläne für Dezember 2015

By | Anstehende Vorstellungen | No Comments

“Tancredi” und “Die Bassariden” in Mannheim

“La Favorite” in Berlin

“Die Krönung der Poppea” in Karlsruhe (HfM)

“Der Zwerg” / “Herzog Blaubarts Burg” in Kaiserslautern

“La traviata” in Strasbourg

“Didone abandonata” in Schwetzingen

“Götterdämmerung” in Nürnberg

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Alessandro nell’Indie / Würzburg (15.11.2015)

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Anderthalb Tage nach den blutigen Terroranschlägen in Paris eine Inszenierung über die Bühne gehen lassen, an dessen (vermeintlichen) Ende sich die weibliche Hauptperson per Sprengstoffgürtel ins Jenseits befördert ? Bedauerlicherweise handelt es sich hier um eines jener Beispiele, in denen die Realität die Kunst ein- und mittlerweile überholt hat. Read More

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Mefistofele / München (6.11.2015)

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Ist es Wagemut oder Wahnsinn, Faust I und II in zweieinhalb Stunden Musik zu packen ? Egal wie man es sieht, Boitos Oper ist dramaturgisch so krude wie musikalisch faszinierend. Es hätte in erster Linie also eines fähigen Regisseurs bedurft, der die collagenartig reduzierte Handlung plausibel auf die Bühne bringt. Dummerweise ist Roland Schwab nicht nur nicht fähig, sondern kopiert auf eine derart dreiste Weise, die ihresgleichen sucht. Die riesige Stahlgerüstkonstruktion à la Mad Max ist freilich imposant – aber bei Bietos “Fidelio” hatte das riesige Labyrinth mehr Funktionen und war in das Bühnengeschehen tatsächlich integriert – hier steht es einfach rum, wird nicht einmal richtig bespielt. Besonders auffällig ist das Plagiieren bei der Verwendung des Schallplattenspielers bei der Ouvertüre – man beraubt die Oper um ihre imposanten Eingangsakkorde ohne dass es irgendwie im Bezug zum Geschehen stünde. An den genialen Konwitschny-“Holländer”, der ähnlich endete wie dieser “Mefistofele” begann, möchte man gar nicht denken.  Am schlimmsten ist jedoch die permanente Langeweile – ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal während einer Opernaufführung derart häufig auf die Uhr geschielt habe. Das soll nicht heißen, dass nichts passiert, ganz im Gegenteil, aber letztlich sind vor allem die Hauptdarsteller auf sich allein gestellt. Der anfangs etwas ungenaue, später aber bombastische Chor singt häufig aus dem Off und wird bis auf die Walpurgisnacht darstellerisch eigentlich gar nicht gefordert. Statt dessen bewegt sich die Bühne unentwegt rauf und runter, ergänzt durch Flammen aus dem Boden. Spektakulär, gewiss, aber nach einer Minute schon redundant.

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Turandot / Ulm (5.11.2015)

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Irgendwie putzig sehen sie aus, die beiden rosabäckigen chinesischen Kinder, die lächelnd auf einer bunten Blumenwiese liegen und den Bühnenprospekt der aktuellen Ulmer “Turandot”-Produktion zieren. Wenn, ja wenn nicht vor ihnen ein Maschinengewehr bereit zum Abfeuern läge….. Read More

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Werther / München (4.11.2015)

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Ich verstehe wenig von Fußball, habe aber schon als Kind in den Achtzigern schnell kapiert, warum viele den FC Bayern nicht mochten. “Die haben einfach nur viel Geld und kaufen die besten Spieler.” So oder so ähnlich. Mittlerweile wird aber gerade beim FCB die vorbildliche Jugendarbeit gelobt, der Vorwurf des Söldnervereins kaum noch geäußert.

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König Kandaules / Augsburg (1.11.2015)

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“Heute haben Sie die Gelegenheit, den Regisseur noch mal auszubuhen……wenn Sie möchten.” Read More

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