Monthly Archives: March 2015

Parsifal / Karlsruhe (29.3.2015)

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Das Problem bei dieser Inszenierung ist – das sei vorweg gesagt – die Regie von Keith Warner: sie verweigert sich irgendeiner Deutung. Und flüchtet daher in einen blinden Aktionismus – die Bühne dreht sich und dreht sich. Unentwegt.

Der Regisseur sagt im Programmheft lauter interessante Sachen, die Allgemeinplätze sind. Und von all den Dingen sieht man auf der Bühne herzlich wenig – angefangen beim angeblichen “schwarz-weiß”. Der Matroschka-Gral war grenzwertig und der Schwanflügel erzeugte durchaus Heiterkeit in meinem Sitzumfeld. Mitleid – ein Kernaspekt dieses Werkes – wird hier völlig ausgeblendet. Hauptsache ein “schöner” Schwanflügel. Optik sticht Sinnhaftigkeit. Alle drei Akte beginne dabei durchaus interessant und besitzen narrative Dichte – der zweite beginnt sogar packend. Aber innerhalb einer Viertelstunde geht der Regie regelmäßig die Puste aus und die Bühnenmaschinerie kommt zum Einsatz. Ich habe noch nie – und dies ist meine dreizehnte “Parsifal”-Produktion – eine derart statische Liebesszene im zweiten Akt gesehen. Aus psychatrischer Sicht könnte man fast Autismus beim Regisseur ferndiagnostizieren.

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Tristan und Isolde / Strasbourg (21.3.2015)

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Der samstägliche Tristan in Strasbourg erbrachte für mich gleich dreieinhalb Überraschungen: Read More

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