Monthly Archives: January 2015

Cinq-Mars / München (25.1.2015)

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Ulf Schirmer hatte mit Charles Gounods „Cinq-Mars“ – wie so oft – ein Rarität ausgegraben, dieses Mal jedoch bekanntere Namen als sonst aufgeboten, weshalb das Prinzregentenheater um einiges voller als bei den “vier Grobianen” war. Und es war ein fulminanter Abend. Read More

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La Boheme / Karlsruhe (24.1.2015)

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Mimi-Double: “Wollen Sie meine Brüste sehen ?”
Publikum: “Nein.”

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Norma / Wiesbaden (18.1.2015)

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Für die konsenssüchtige Kurstadt gab es ungewöhnlich viele Buhrufe am letzten Sonntag für die “Norma” in der Regie von Gabriele Rech. Nicht zu unrecht, denn das, was sich da auf der Bühne abspielt, ist nicht nur langweilig, sondern banal. Rech reduziert das Stück auf eine bürgerliche “Menage a trois” und lässt es folgerichtig im riesengroßen Schlafzimmer von Norma spielen, wo ein ebenfalls überdimensioniertes Gemälde, das den gallischen Wald zeigt, an der Wand hängt. Wenn “nichts” passiert, macht Rech mit Erika Sunnegardh in der Titelpartie Beschäftigungtherapie. Schuhe aus, Schuhe an, Jäckchen an, Jäcken aus. Alkohol, Pillen, nochmal Alkohol. Fernsehgucken (es sind die beiden Kinder zu sehen). Kotzen (vor der “Casta diva”). Was man eben als taffe Businesstante eben so macht. Oder Frau Rech sich darunter vorstellt. Ist Norma nicht von der Partie, fährt ein Prospekt runter, auf dem der selbe Wald wie dem auf dem Gemälde abgebildet ist. Später wird sich das Gemälde – eigentlich ein bemalter Gazevorhang (?) – öffnen bzw. den Blick auf den Wald und deren Bewohner freimachen. Aha, denkt man sich, da soll wohl gezeigt werden, wie Norma all das, was sich da draußen abspielt, irgendwie ausblendet. So weit, so gut. Aber das trägt eben keinen Abend – auch nicht, wenn im zweiten Akt das Schlafzimmer mitten im Wald steht. Warum funktioniert es nicht ? Weil Rech auf jeglichen politischen Hintergrund verzichtet – diese beiden Welten bleiben sich letztlich fremd, sie haben nichts miteinander zu tun. Rom ist Rom, aber keine brutale Besatzungsmacht. Der Konflikt Normas – er findet nicht statt. Tiefpunkt ist dann das “Versöhnungsduett” zwischen Adalgisa und Norma, in dem letztere eine Kissenschlacht mit den Kindern beginnt, während diese auf dem Bett herumspringen. Das tat richtig weh. Man darf gespannt sein, was von all dem noch übrig bleibt, wenn die Gruberova die Maifestspiele beehren wird……

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Verlobung im Traum / Karlsruhe (6.1.2015)

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Karlsruhe gelang es in den letzten Jahren mit der Reihe “politische Oper” auch überregional zu punkten – zuletzt mit der deutschen Erstaufführung von Weinbergs grandioser “Passagierin”. Dieser Reihe verdanke ich überhaupt meine besten Karlsruher Opernerlebnisse wie z.B. Tüürs “Wallenberg” Adams’ “Doctor Atomic” und insbesondere “Dantons Tod” – für mich überhaupt DIE Oper nach 1945. Read More

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